Übersicht Wie du deinen Farbtyp bestimmst – ohne die klassischen Fehler

Ich weiß noch genau, wie ich dieses Bild von mir gesehen habe.

Eigentlich war es ein total schöner Moment. Ein Sommertag, wir waren auf dem Weg zum Badesee und ich hatte einfach schnell irgendein Kleid übergeworfen. So ein typisches Mitnahmeteil eben. Eines, das man nicht groß beim Kaufen anprobiert oder hinterfragt. Eines, das praktisch ist. Schnell drüberziehen und los.

Es war knallig pink. Ziemlich satt und ziemlich grell. Zum Sommer passend… müsste man meinen 😅.

Als ich es gekauft habe, habe ich über die Farbe aber überhaupt nicht nachgedacht. Ich fand sie einfach sommerlich schön.

Warum ich plötzlich aussah wie eine Wasserleiche 😅

Dann wurde an dem Tag ein Bild von mir gemacht. Zusammen mit meiner damals einjährigen Tochter. Und als ich dieses Foto später gesehen habe, bin ich wirklich kurz erschrocken.

Ich sah darauf aus wie eine Wasserleiche🫣.

Und das Verrückte war: Ich hatte mich an diesem Tag überhaupt nicht müde oder schlecht gefühlt. Eigentlich ging es mir gut. Aber auf diesem Bild wirkte mein Gesicht plötzlich komplett fahl. Fast schon leblos 😆.

Heute weiß ich genau, warum.

Die Farbe des Kleides war einfach komplett falsch für mich.

Viel zu kühl. Viel zu grell. Viel zu dominant.

Ich selbst bin ein sehr gedeckter Farbtyp und neben diesem starken Pink konnte ich eigentlich nur verblassen. Die Farbe hat zuerst den Raum betreten — und ich dann irgendwo dahinter😂.

Dieses Kleid habe ich danach übrigens nie wieder richtig getragen. Zum Wegwerfen war es mir allerdings zu schade und deshalb wurde es irgendwann mein offizielles „Streichkleid“. Das Kleid, das ich angezogen habe, wenn zuhause irgendwelche Wände gestrichen werden mussten😁. Es hat also seinen Zweck erfüllt.

Das war eines meiner Schlüsselelemente, um zu verstehen, dass eben nicht alle Farben gehen. Dass es da Unterschiede gibt. Und diese sind typabhängig sind.

Wie ich Farbtypen wirklich verstehen gelernt habe

Den zweiten Schlüsselmoment hatte ich, als ich als Make-up-Artistin bei einem Kosmetikhersteller zu arbeiten angefangen hatte. Damals habe ich Schminkworkshops gegeben. Immer 5 Frauen in einer geselligen Runde. Da ist es mir ebenfalls aufgefallen, dass nicht jedes Kosmetikprodukt für jede gleich gut funktioniert. Dass es da ziemlich starke Unterschiede gibt. Und dass Produkte, die ich nie genutzt habe bei anderen großartig funktioniert haben 🤩. Mein Interesse war geweckt. Ab dem Zeitpunkt wollte ich ALLES über Farbtypen wissen und habe alle Inhalte zu dem Thema wie ein Schwamm aufgesaugt 😁.

Heute sitze ich etliche Jahre später in meinem eigenen Studio für Farb- & Stilberatungen und sehe dort jeden Tag aufs Neue, was die richtigen Farben mit einem Gesicht machen können. Frauen wirken plötzlich frischer, klarer, weicher, wacher. Teilweise sogar Jahre jünger — nur durch die richtigen Farben. Und genau deshalb finde ich das Thema bis heute so faszinierend.

Warum so viele Frauen ihren Farbtyp falsch einschätzen

Viele Frauen glauben nämlich, Farben wären einfach Geschmackssache. Entweder man mag etwas oder eben nicht. Und ja — tatsächlich greifen viele intuitiv schon zu Farben, die irgendwie harmonisch wirken. Das beobachte ich auch immer wieder in meinen Beratungen. Aber die wenigsten wissen wirklich, warum eine Farbe funktioniert und eine andere plötzlich müde, blass oder unruhig wirken lässt.

Genau dieses fehlende Verständnis ist oft der Grund, warum so viele Fehlkäufe entstehen. Warum Kleidung im Schrank hängt und irgendwie nie richtig getragen wird.

Und genau deshalb möchte ich in diesem Blogartikel einmal mit den größten Irrtümern rund um das Thema Farbtyp aufräumen. Ohne komplizierte Fachsprache. Ohne starre Regeln. Sondern so, dass du wirklich verstehst, worauf es ankommt.

Fehler Nr. 1: Zu glauben, man müsste einfach nur „warm oder kühl“ erkennen

Einer der größten Irrtümer beim Thema Farbtyp ist für mich tatsächlich dieses klassische Schubladendenken.

Warm oder kühl.
Frühling oder Winter.

Und genau daran verzweifeln unglaublich viele Frauen irgendwann.Nicht selten habe ich Frauen bei mir im Studio, die bereits schon eine Analyse hatten und festgestellt haben, dass sie absolut nicht mit ihrem analysierten Farbbereich klar kommen. 

Denn wenn wir ehrlich sind, erkennen sich die wenigsten wirklich eindeutig in diesen Kategorien wieder. Viele sagen in meinen Beratungen Dinge wie:

„Eigentlich steht mir Gold ganz gut… aber Silber geht irgendwie auch.“
Oder:
„Ich bin definitiv nicht richtig warm. Aber rein kühl passt irgendwie auch nicht.“

Und genau das beobachte ich mittlerweile seit Jahren.

Die klassische Jahreszeitenmethode sorgt oft für Verwirrung

Die klassische 4- oder 12-Jahreszeitenmethode denkt sehr stark in Temperatur. Man versucht also zuerst herauszufinden, ob jemand warm oder kühl ist. Das Problem dabei ist nur: Die meisten Menschen auf unserem Breitengrad sind gar nicht eindeutig warm oder eindeutig kühl.

Sondern Mischtypen.

Warum viele Frauen Mischtypen sind

Sie tragen sowohl warme als auch kühlere Nuancen ganz natürlich in ihrer Pigmentierung. Und genau deshalb wird es oft so schwierig, sich selbst richtig einzuordnen.

Viele Frauen machen dann ständig diese typischen Internettests. Schauen auf ihre Adern. Vergleichen Gold und Silber. Probieren irgendwelche Filter auf TikTok aus.

Und am Ende sind sie oft verwirrter als vorher.

Mir ging das übrigens am Anfang ähnlich. Denn auch ich habe irgendwann gemerkt, dass diese starren Jahreszeitenbegriffe für viele Frauen eher Verwirrung erzeugen als echte Klarheit.

Denn mal ehrlich:

Was genau soll man sich unter einem „Deep Winter“, „Cool Winter“ oder „Clear Winter“ eigentlich konkret vorstellen, wenn man nicht tief in der Materie steckt?

Farbtyp bestimmen ohne Schubladendenken

Die meisten Frauen möchten keine komplizierten Fachbegriffe lernen. Sie möchten einfach verstehen, warum bestimmte Farben sie frisch aussehen lassen — und andere sie plötzlich unruhig machen.

Und genau deshalb arbeite ich mittlerweile seit über zwei Jahren mit dem SIC-Farbsystem. Mit ganze 26 Farbbereichen 🤩.

Weil dort viel feiner geschaut wird. Viel individueller. Viel näher an der tatsächlichen Pigmentierung eines Menschen.

In meinen Beratungen lasse ich die klassischen Jahreszeitenbegriffe komplett weg. Einfach deshalb, weil sie nicht konkret genug beschreiben, was überhaupt gemeint ist.

Mir ist viel wichtiger, dass meine Kundinnen wirklich verstehen, wie ihre Farben aufgebaut sein müssen, damit sie für sie auch wirklich immer funktionieren.

So findest du heraus, welche Farben wirklich zu dir passen

Braucht deine Pigmentierung mehr Ruhe also sanfte Nuancen oder mehr Klarheit und Sättigung?
Mehr Weichheit oder mehr Kontrast?
Mehr Tiefe oder mehr Leichtigkeit?

Denn genau daraus entsteht am Ende dieser ganz eigene persönliche Farbtrend.

Nicht irgendeine starre Schublade. Der Druck wird weniger, wenn man erkennt „Ich muss gar nicht perfekt in eine Jahreszeit passen.“

Sondern wenn man die eigenen Farben verstehen lernt.

Und genau das macht später auch das Shoppen so viel leichter. Weil man nicht mehr blind irgendwelchen Trendfarben hinterherläuft, sondern relativ schnell erkennt:

👉Unterstützt diese Farbe meine natürliche Ausstrahlung?
Oder

👉stellt sie mich mehr in den Hintergrund?

Denn genau das passiert bei falschen Farben häufig. Sie wirken nicht mit dir — sondern gegen dich.

Sie machen dich blasser. Härter. Müder. Oder nehmen dir plötzlich komplett die Präsenz.

Und manchmal reicht genau das schon aus, damit ein eigentlich schönes Kleidungsstück plötzlich nur noch still im Kleiderschrank hängt und irgendwie nie wieder richtig angezogen wird.


Fehler Nr. 2: Zu glauben, Schwarz würde jedem stehen

Jetzt wird’s vielleicht kurz unbequem 😅.

Denn die absolute Lieblingsfarbe der Deutschen ist tatsächlich Schwarz. Und ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie oft ich in meinen Beratungen schon gehört habe:

„Also Schwarz geht bei mir immer.“

Und ja — Schwarz ist praktisch.
Schwarz wirkt schlank. Elegant. Zeitlos.

Zumindest glauben wir das.

Warum Schwarz viele Frauen blass wirken lässt

Das Problem ist nur: Schwarz steht tatsächlich den wenigsten Menschen wirklich richtig gut.

Denn Schwarz hat eine unglaublich starke Dominanz. Die Farbe ist sehr hart und tief. Sehr kontrastreich. Und genau deshalb „erschlägt“ sie viele natürliche Pigmentierungen regelrecht.

Vor allem wenn jemand eher hell oder gedeckt ist.

Dann passiert oft genau das, was auch bei meinem pinken Kleid passiert ist: Die Farbe betritt zuerst den Raum — und der Mensch dahinter verblasst regelrecht.

Welche Farbtypen Schwarz wirklich gut tragen können

Besonders spannend wird das übrigens auch bei Farbkombinationen. Der Schwarz-Weiß-Kontrast ist übrigens der stärkste Kontrast, den wir in der Mode überhaupt erzeugen können. Genau deshalb wirken Schwarz-Weiß-Kombinationen auch nur bei klaren, kontrastreichen Farbtypen wirklich richtig harmonisch. Diese Kombinationen können dann mit einer weiteren satten und strahlenden Farben ergänzt werden. Ein Powerlook 💪.

Eines ist klar: nicht nur einzelne Farben wirken unterschiedlich. Auch das Zusammenspiel von unteschiedlichen Farben verändert unglaublich viel.

Nehmen wir einfach mal die Kombination Rot und Schwarz.

Rot und Schwarz? Die Wirkung von Farben im Outfit verstehen

Diese Kombination hat sofort etwas sehr Starkes. Intensives. Fast Aggressives. Nicht umsonst gibt es diesen alten Satz:

„Rot und Schwarz trägt der Teufel.“

Natürlich etwas überspitzt 😅. Aber tatsächlich steckt da farbpsychologisch ziemlich viel Wahrheit drin.

Rot ist ohnehin schon eine Farbe voller Emotionen. Sie steht für Liebe, Leidenschaft, Lust, Energie — aber eben auch für Wut, Gefahr oder Trauer.. Wenn dann noch Schwarz dazukommt, verstärkt sich genau diese Härte oft zusätzlich.

Ganz anders wirkt Rot zum Beispiel mit Beige, Sand oder soften Naturtönen.

Plötzlich bekommt Rot Raum zu strahlen. Die Farbe wirkt edler. Ruhiger. Hochwertiger.

Und genau das vergessen viele beim Thema Farbtyp: Es geht nicht nur darum, welche Farbe du trägst. Sondern auch darum, wie sie kombiniert wird.

Denn Farben beeinflussen sich gegenseitig permanent.

Und manchmal verliert eine eigentlich wunderschöne Farbe ihren ganzen Glanz, nur weil daneben ein zu dominanter Ton sitzt.

Das bedeutet übrigens nicht, dass du deine Lieblingsfarben jetzt komplett aus deinem Leben verbannen musst.

Überhaupt nicht.


Was du tun kannst, wenn deine Lieblingsfarbe nicht zu deinem Farbtyp passt

Wenn du eine Farbe liebst, die aus Farbtyp-Sicht eigentlich nicht optimal für dich ist, dann darf diese Farbe trotzdem einen Platz in deinem Leben haben.

Vielleicht als Unterwäsche, als Sofakissen, als Bettwäsche oder als Wandfarbe in deinem Lieblingsraum. Oder in Accessoires weiter weg vom Gesicht.

Denn Farben haben nicht nur eine optische Wirkung — sondern auch eine emotionale und psychologische. Und die darf man wirklich nicht unterschätzen.

Manche Farben geben uns Energie. Andere Ruhe. Andere Geborgenheit.

Und auch das ist wichtig.

Falls du trotzdem gerne Farben trägst, die eigentlich nicht perfekt in deinen Farbbereich passen, gibt es übrigens noch einen kleinen Trick:

Make-up.

Denn Make-up kann zusätzliche Kontraste im Gesicht schaffen und dadurch starke Farben oft harmonischer wirken lassen. Lippenfarbe, Rouge oder definierte Augen können dafür sorgen, dass dein Gesicht neben einer dominanten Farbe nicht plötzlich „untergeht“.

Genau deshalb wirken kräftige Farben bei geschminkten Looks oft stimmiger als komplett ungeschminkt.

Du siehst also: Ich möchte hier keine Verbote aussprechen.

Mode darf Spaß machen.
Kleidung darf emotional sein.
Und manchmal tragen wir Dinge eben einfach, weil sie uns glücklich machen.

Vielleicht weißt du dann sogar ganz bewusst:

„Eigentlich ist diese Farbe nicht perfekt für mich… aber ich liebe sie trotzdem.“

Und ehrlich? Dann zieh sie an.

Denn Stil entsteht nicht durch starre Regeln. Sondern durch Persönlichkeit.

Das Wissen über Farben soll dich unterstützen — nicht einschränken.

Mit Selfie Farbtyp bestimmen

Fehler Nr. 3: Sich unter falschem Licht analysieren

Dieser Fehler klingt erstmal total banal. Ist aber tatsächlich einer der häufigsten Gründe, warum Frauen ihren Farbtyp komplett falsch einschätzen.

Denn Licht verändert Farben massiv.

Wirklich massiv.

Und genau deshalb bringen viele dieser schnellen Handy-Selfies oder TikTok-Filter am Ende eher Verwirrung als Klarheit.

So machst du zuhause ein gutes Farbtyp-Selfie

Wenn du deinen Farbtyp zuhause selbst besser einschätzen möchtest, dann solltest du dir dafür wirklich die richtigen Bedingungen schaffen. Denn schon kleine Dinge verändern die Wirkung enorm.

Am besten funktioniert das tatsächlich innen vor einem Fenster. Idealerweise an der Nordseite oder zumindest ohne direkte Sonneneinstrahlung. Draußen im Freien wirken Fotos oft verfälscht, weil das Licht zu stark von oben kommt und dadurch Schatten im Gesicht entstehen.

Und gerade diese Schatten verändern unsere natürliche Pigmentierung unglaublich schnell.

Auch wichtig: Bitte kein Rollkragenpullover oder dunkles Oberteil direkt am Gesicht 😅.

Das beeinflusst die Wahrnehmung oft mehr, als man denkt. Besser funktioniert ein neutraleres Oberteil mit etwas weiterem Ausschnitt, damit der Hals- und Dekolletébereich sichtbar bleibt.

Außerdem solltest du möglichst ungeschminkt sein und die Haare offen tragen.

Und dann machst du einfach ein ganz neutrales Bild von dir.

Ohne Filter.
Ohne Beauty-Modus.
Ohne Kontrastverstärkung.

Wirklich einfach nur ein normales Foto.

Wie du deinen Farbtyp herausfinden kannst

Farbtyp bestimmen mit Schwarz-Weiß-Foto

Danach kannst du dieses Bild in Schwarz-Weiß setzen. Wichtig ist hier aber: keine harten Handyfilter verwenden. Viele Filter verstärken die Kontraste künstlich und genau das verfälscht wieder die Wahrnehmung.

Einfach nur schlicht in Graustufen umwandeln.

Und jetzt wird es spannend.

So erkennst du deinen natürlichen Kontrast

Denn plötzlich siehst du nicht mehr die eigentlichen Farben — sondern nur noch Hell-Dunkel-Kontraste.

Und genau darüber kann man schon unglaublich viel erkennen.

Trifft auf deinem Bild viel dunkle Fläche auf helle Fläche? Also sehr dunkle Haare, starke Augenpartie oder insgesamt starke Kontraste? Dann bist du wahrscheinlich eher ein kontrastreicher Typ. Oft bewegen wir uns dann eher im dunklen oder klaren Farbbereich.

Ist das Bild dagegen insgesamt eher weich, hellgrau und harmonisch ohne starke Gegensätze, dann bist du wahrscheinlich heller oder gedeckter.

Man kann sich das eigentlich relativ logisch vorstellen:

Je heller deine natürliche Erscheinung ist, desto heller dürfen meistens auch deine Farben sein.

Je dunkler deine natürliche Pigmentierung ist, desto mehr Tiefe verträgst du auch in deinen Farben.

Und genau darüber bestimmst du erstmal deinen Kontrastbereich.

Das ist übrigens ein viel sinnvollerer erster Schritt als sofort die Frage:

„Bin ich warm oder kühl?“

Denn viele Frauen scheitern genau dort direkt am Anfang.

Wenn du eher gedeckt bist, stehen dir meistens Farben besser, die einen soften, leicht grauigen Unterton haben. Also Farben mit Ruhe. Farben, die nicht schreien.

Bist du dagegen eher klar und kontrastreich, wirken pure und intensive Farben oft harmonischer.

Und auch die Helligkeit spielt mit hinein. Je heller dein Typ, desto mehr Weißanteil dürfen deine besten Farben enthalten. Je dunkler du bist, desto mehr Tiefe und Schwarzanteil verträgst du in der Farbmischung.

Wenn du deinen Kontrast erstmal verstanden hast, kannst du dich danach an deinen Hautunterton machen.

So bestimmst du deinen Hautunterton richtig

Und hier direkt etwas Wichtiges:

Vergiss bitte diese Geschichte mit den Venen 😅.

Die funktioniert bei unglaublich vielen Frauen einfach nicht zuverlässig.

Viel sinnvoller ist ein ganz simples weißes Blatt Papier. Normales Druckerpapier reicht völlig aus.

Halte das Papier an deinen Hals- oder Dekolletébereich und beobachte dein Gesicht im Vergleich zum Weißton.

So erkennst du, ob du warm, kühl oder neutral bist

Wirkt deine Haut eher blass und rosig, kühl oder leicht bläulich? Dann hast du wahrscheinlich einen kühleren Unterton.

Wirkt deine Haut dagegen eher golden, pfirsichig oder leicht gelblich im Vergleich zum Papier, spricht das eher für einen warmen Unterton.

Und wenn du weder besonders rosig noch besonders golden wirkst, dann bist du vermutlich relativ neutral.

Und genau dort wird es übrigens spannend. Denn viele Frauen hier auf unserem Breitengrad sind tatsächlich Mischtypen. Also weder komplett warm noch komplett kühl.

In solchen Fällen schaue ich persönlich viel stärker auf das Gesamtbild. Auf Haare, Augen, Kontrast und die gesamte Harmonie einer Person.

Denn am Ende geht es nie darum, sich krampfhaft in irgendeine Schublade zu pressen.

Sondern darum zu verstehen, welche Farben deine natürliche Ausstrahlung unterstützen — statt sie zu überlagern.

Fehler Nr. 4: Zu glauben, die Haarfarbe hätte keinen Einfluss auf deinen Farbtyp

Das hier ist ein Punkt, der viele wirklich überrascht.

Denn die meisten denken beim Thema Farbtyp sofort an den Hautunterton. Warm oder kühl. Vielleicht noch an die Augenfarbe.

Aber die Haare?

Die werden oft komplett unterschätzt.

Wie stark Haare die Farbwirkung beeinflussen

Dabei machen die Haare bei einer Farbanalyse unglaublich viel aus. Für mich sogar ungefähr 60 %. Denn sie umrahmen permanent dein Gesicht und beeinflussen dadurch die gesamte Wirkung deiner Pigmentierung.

Und genau deshalb kann eine Haarfarbe deinen Farbtyp teilweise massiv verändern.

Wenn du also eine Haarfarbe trägst, die komplett gegen deine natürliche Pigmentierung arbeitet, dann verändert sich oft automatisch auch die Farbwelt, die harmonisch an dir aussieht.

Natürlich sind nicht nur die Haare entscheidend. Auch Augenfarbe, Augenweiß, Hautunterton und Kontrast spielen eine wichtige Rolle. Aber die Haare prägen die Gesamtwirkung extrem.

Vielleicht kennst du das sogar von dir selbst.

Manche Frauen färben ihre Haare plötzlich sehr dunkel und merken, dass kräftigere Farben auf einmal besser funktionieren. Andere werden heller und wirken plötzlich in soften Farben viel harmonischer.

Das passiert nicht zufällig.

Denn Haare verändern den Kontrast eines Gesichts enorm.

Und genau deshalb schaue ich in meinen Beratungen immer das Gesamtbild an — nicht nur einzelne Merkmale isoliert.

Besonders spannend wird das übrigens beim Thema graue Haare.

Was ich immer wieder gefragt werde:

„Verändert sich mein Farbtyp eigentlich, wenn ich meine grauen Haare rauswachsen lasse?“

Und hier lautet meine ehrliche Antwort tatsächlich:

Ja. Das kann absolut passieren.

Warum graue Haare den Farbtyp verändern können (nicht müssen)

Denn graue Haare verändern oft nicht nur die Haarfarbe selbst, sondern die gesamte Pigmentierung wirkt plötzlich anders. Auch die Haut verändert sich mit den Jahren häufig mit.

Unterschied kühle und warme Farbwelt

Welche Farben zu grauen Haaren besonders harmonisch wirken

Graue Haare wirken oft wie ein silbernes Tablett, auf dem kühle Farben besonders schön angerichtet sind.  

Deshalb erleben viele Frauen, dass ihnen mit grauen Haaren plötzlich kühlere Nuancen besser stehen als früher.

Farben, die vorher vielleicht zu hart oder zu eisig gewirkt hätten, sehen auf einmal elegant, ruhig und edel aus.

Und genau deshalb darf sich auch die eigene Farbwelt mit dem Leben verändern.

Das ist nichts „Falsches“. Es ist einfach Entwicklung.

Genauso gibt es aber auch warme Farbwelten, die sehr eindeutig wirken.

Eine natürlich rothaarige Frau zum Beispiel trägt fast immer unglaublich viel Wärme in ihrer Pigmentierung auch wenn die Haut oftmals blass erscheint. Warme Nuancen greifen diese Natürlichkeit wunderschön auf. Goldene, erdige, warme Farben wirken dann oft sofort harmonisch.

Warum warme Haarfarben keine kalten Farben brauchen

Und genau deshalb gibt es manchmal auch Kombinationen, die aus farbberaterischer Sicht einfach gegeneinander arbeiten.

Ich persönlich habe zum Beispiel eine starke Abneigung gegen kaltes, grelles Pink in Kombination mit warmen roten Haaren 😅.

Das wirkt für mich oft komplett losgelöst voneinander. Die Haare erzählen eine warme Geschichte — und die Farbe daneben plötzlich eine eisig-kühle.

Vor allem bei sehr klaren Reintypen, also wirklich stark warmen oder stark kühlen Pigmentierungen, würde ich deshalb immer davon abraten, Farben aus dem komplett gegenüberliegenden Farbbereich direkt ans Gesicht zu setzen.

Denn dann entsteht oft keine Spannung mehr — sondern Disharmonie.

Und genau das ist übrigens der wichtigste Punkt beim Thema Farbtyp:

Es geht nie darum, irgendwelche Regeln blind zu befolgen.

Sondern darum zu verstehen, welche Farben mit deiner natürlichen Pigmentierung zusammenarbeiten — statt gegen sie.

Fehler Nr. 5: Zu glauben, der Farbtyp würde dich einschränken

Das ist tatsächlich eine Angst, den viele Frauen haben, die zu mir in die Beratung kommen.

„Dann darf ich ja bestimmte Farben gar nicht mehr tragen.“

Und genau an diesem Punkt möchte ich dir wirklich ein bisschen den Druck nehmen 😅.

Farbberatung bedeutet keine Verbote

Denn bei einer Farbanalyse geht es nicht darum, dir irgendwelche Verbote aufzuerlegen oder deinen Kleiderschrank plötzlich nur noch nach Regeln zu sortieren.

Und auch nicht darum, dass du ab morgen nur noch exakt „deine Farben“ tragen darfst.

Ein Farbtyp soll dich nicht einschränken. Er soll dir Klarheit geben.

Denn die meisten Frauen kommen ja nicht zu mir, weil sie aussehen möchten wie aus einem Fashion-Magazin. Sie kommen, weil sie endlich verstehen möchten, warum manche Kleidung irgendwie nie richtig funktioniert. Warum der Schrank voll ist und trotzdem morgens oft dieses Gefühl entsteht:

„Irgendwie passt nichts richtig zusammen.“

Warum die richtigen Farben deinen Alltag leichter machen

Und genau hier kann das Wissen über Farben unglaublich viel verändern und dir endlich die Entspannung in deine Garderobe bringen.

Weil Entscheidungen leichter werden.

Kennst du deinen Farbtyp verstehst du endlich:
👉 Warum manche Farben dich frisch aussehen lassen.
👉 Warum andere dich dominieren und dich dahinter blass aussehen lassen.

👉Warum manche Outfits sofort harmonisch wirken — obwohl sie eigentlich ganz schlicht sind.

Und oft entsteht nach der Analyse dadurch zum ersten Mal dieses Gefühl von:

„Das passt soooo gut zu mir!”

Nicht verkleidet. Nicht geschniegelt. Nicht trendgetrieben.

Sondern einfach stimmig. ENDLICH! 😁

Wie eine Farbanalyse mehr Sicherheit beim Anziehen gibt

Und ehrlich gesagt ist das immer das schönste Kompliment für meine Arbeit. Wenn ich sehe, dass der Blick im Spiegel sich verändert. Und Kundinnen sich selbst richtig schön und attraktiv fühlen.

Also verstehe mich nicht falsch. Es geht mir NICHT darum, möglichst perfekt auszusehen.
Sondern sich selbst endlich wieder zu erkennen und sich wohlzufühlen.

Wenn du dir jetzt denkst: Ja, das hätte ich auch gern, doch das STIL LUST Studio ist viel zu weit weg von mir. Da hab ich eine großartige Alternative.

Mein Kennenlernmodul „Farbwelt“ für deine Online-Farbanalyse

Genau deshalb habe ich mein Kennenlernmodul „Farbwelt“ entwickelt.

Denn ich weiß natürlich, dass nicht jede Frau mal eben nach Roth in Mittelfranken zu mir ins Studio kommen kann 😅.

Mit meinem “Kennenlernmodul Farbwelt“ bekommst du deshalb die Möglichkeit, das Thema Farbtyp ganz entspannt von zuhause aus kennenzulernen.

Das Modul enthält zwei sehr ausführliche Content-Videos, in denen ich ganz tief auf das Thema Farbtypen eingehe und erkläre, wie Farben eigentlich wirken und wie man sie harmonisch in Outfits kombiniert.

Mir war dabei besonders wichtig, dass man nicht nur eine plumpe Analyse bekommt sondern versteht, worauf man achten sollte.

Professionelle und individuelle Farbanalyse online – auch ohne Besuch im Studio

Optional kannst du zusätzlich auch ein persönliches erstelltes Farbkonzept bei mir anfordern.

Dabei analysiere ich dich in einer etwa 20-minütigen Videoaufzeichnung ganz individuell und erstelle dir ein eigenes Farbkonzept mit deinen persönlichen Wow-Farben und deinen besten neutralen Nuancen.

Deine persönlichen Wow-Farben finden

Also genau den Farben, die dich strahlen lassen und die sich später auch besonders leicht kombinieren lassen.

Und ehrlich gesagt ist das mittlerweile für viele Frauen die einfachste Möglichkeit geworden, sich eine professionelle Farbanalyse zu gönnen — ohne dafür überhaupt das Haus verlassen zu müssen.

👉 Sichere dir hier deinen Platz im Workshop.

Die Teilnahme liegt bei 59,90 €. Im Anschluss ist Raum für deine Fragen – und für dich ganz persönlich✨.

Wenn du dir genau das wünschst, dann informiere dich über alle Termine und kannst dir deinen Platz sichern.

Kleide dich glücklich 🫶!

Deine Martina

Hi, ich bin Martina und
meine Mission ist es Frauen dabei zu unterstützen, sich wohl und wertvoll in ihrem Körper aber auch mit ihrer Kleidung zu fühlen.

Shoppe in deinem eigenen Kleiderschrank!

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